Familienstellen - die Arbeit mit unseren Ahnen

Jeder von uns ist der Nachkomme einer weit zurückreichenden Familiensippe und trägt die Erfahrungen und Erlebnisse dieser Gemeinschaft in sich weiter. So können besondere Ereignisse oder Schicksale in der Herkunftsfamilie zu Verstrickungen unter den Mitgliedern führen. Wer verstrickt ist, handelt oft blind. Ohne es bewusst zu wollen werden insgeheim unglückliche Beziehungen, beruflicher Misserfolg, persönliches Leid, Krankheit, Unfall und sogar Tod angestrebt. Die Seele des Klienten möchte dadurch z. B. für Vorfahren sühnen, für sie leiden, etwas wiedergutmachen, sich für sie opfern, etc.
Bei der Familienaufstellung wählt der Klient, nach einem kurzen Gespräch mit dem Therapeuten, für seine Familienmitglieder und für sich selbst Stellvertreter aus einer Gruppe und stellt sie nach dem momentanen inneren Bild in Beziehung zueinander im Raum auf. Die Stellvertreter spüren körperlich und emotional die Wirkung ihres Platzes im Familiensystem und können diese äußern.